“In my next life I want to live my life backwards. You start out dead and get that out of the way. Then you wake up in an old people's home feeling better every day. You get kicked out for being too healthy, go collect your pension, and then when you start work, you get a gold watch and a party on your first day. You work for 40 years until you're young enough to enjoy your retirement. You party, drink alcohol, and are generally promiscuous, then you are ready for high school. You then go to primary school, you become a kid, you play. You have no responsibilities, you become a baby until you are born. And then you spend your last 9 months floating in luxurious spa-like conditions with central heating and room service on tap, larger quarters every day and then Voila! You finish off as an orgasm!"
(Woody Allen)
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Donnerstag, 4. Oktober 2012
“The only people for me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, mad to be saved, desirous of everything at the same time, the ones who never yawn or say a commonplace thing, but burn, burn, burn like fabulous yellow roman candles exploding like spiders across the stars.”
( Jack Kerouac, On the Road)
Mittwoch, 3. Oktober 2012
travelling is like flirting with life
Travelling is like flirting with life.
It's like saying, i would stay and love you, but I have to go; this is my station.
- Lisa St Aubin de Tera
Dienstag, 2. Oktober 2012
Traces
Traces of memories we leave in verse,
Which capture moments in time, that
Become invisible, once they are gone.
Traces of what we are and do and can do,
In our life from the day we are born, until
We die, a summation of hopes and fears.
Traces are the sticky air between, hope
Fulfilled and the fears conquered, while
Life flows slowly towards an endless sea.
(Ian Beckett)
Montag, 1. Oktober 2012
“The trick is to keep exploring and not bail out, even when you find out that something is not what you thought. Nothing is what we thought. Emptiness is not what we thought. Neither is mindfulness or fear. Compassion. Love. Courage. These are code words for things we don’t know in our minds, but any of us could experience. These words point to what life really is when we let things fall apart and let ourselves be nailed to the present moment.”
(Pema Chodron)
Sonntag, 30. September 2012
Kopf und Herz
Es ist nicht immer leicht,
an Jahren zu gewinnen
und nicht traurig zu sein
über den Anblick von Ruinen,
die einmal Häuser waren,
in denen es sich leben ließ
und lieben.
Es ist nicht immer leicht,
Geburtstage zu feiern
und nicht wehmütig zu werden
über das,
was nicht mehr ist,
außer im Gedächtnis des Herzens.
Das Herz
in seiner unheilbaren Sehnsucht
hängt an zerbrochener Gemeinsamkeit,
trauert verpaßten Chancen nach,
längst demaskierten Illusionen,
sehnt sich zurück
nach verlorenem Glück.
Der Kopf
schmeißt alles
aus dem Fenster raus.
Das treue Herz
sammelt es heimlich ein
und bringt es
durch die Hintertür
wieder ins Haus.
(Hans Kruppa)
Donnerstag, 27. September 2012
Freundschaft
Freunde sind mir die, mit denen ich
Essen und trinken und reden kann.
Die mich in meiner Küche kennen,
Und denen ich sage: Komm, setz dich ran.
(Keine Probleme und Komplikationen:
Wie füttert man den? Ist der Schnaps gut genug?)
Mit denen gemeinsam ich in den Jahren
Meine und ihre Lasten abtrug:
Krankheit der Kinder und Weltüberdruss.
Mit denen ich die Nächte zerrede.
Und doch kommt es niemals zu einem Schluss.
Das kann auch über Fernen bestehen.
Auch wenn man sich lange Zeit nicht sieht:
Halten wir nur aneinander fest,
Was immer sonst auch mit uns geschieht.
Freundschaften sind wie Abenteuer,
An die man sein ganzes Leben setzt.
Versagt man oder wird man verraten,
Hat man sich mehr als die Haut verletzt.
(Eva Strittmatter)
Mittwoch, 26. September 2012
Lied vom Kindsein
Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluß,
der Fluß sei ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.
Als das Kind Kind war,
wußte es nicht, daß es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.
Als das Kind Kind war,
hatte es von nichts eine Meinung,
hatte keine Gewohnheit,
saß oft im Schneidersitz,
lief aus dem Stand,
hatte einen Wirbel im Haar
und machte kein Gesicht beim fotografieren.
Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche
nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein, daß ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?
Als das Kind Kind war,
würgte es am Spinat, an den Erbsen, am Milchreis,
und am gedünsteten Blumenkohl.
und ißt jetzt das alles und nicht nur zur Not.
Als das Kind Kind war,
erwachte es einmal in einem fremden Bett
und jetzt immer wieder,
erschienen ihm viele Menschen schön
und jetzt nur noch im Glücksfall,
stellte es sich klar ein Paradies vor
und kann es jetzt höchstens ahnen,
konnte es sich Nichts nicht denken
und schaudert heute davor.
Als das Kind Kind war,
spielte es mit Begeisterung
und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch,
wenn diese Sache seine Arbeit ist.
Als das Kind Kind war,
genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.
Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand
und jetzt immer noch,
machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge
und jetzt immer noch,
hatte es auf jedem Berg
die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,
und in jeder Stadt
die Sehnsucht nach der noch größeren Stadt,
und das ist immer noch so,
griff im Wipfel eines Baums nach dem Kirschen in einemHochgefühl
wie auch heute noch,
eine Scheu vor jedem Fremden
und hat sie immer noch,
wartete es auf den ersten Schnee,
und wartet so immer noch.
Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch.
(Peter Handke)
Montag, 24. September 2012
Was der Wind in den Sand geschrieben
Dass das Schöne und Berückende
nur ein Hauch und Schauer sei,
dass das Köstliche, Entzückende,
Holde ohne Dauer sei:
Wolke, Blume, Seifenblase,
Feuerwerk und Kinderlachen,
Frauenblick im Spiegelglase
und viel andre wunderbare Sachen,
dass sie, kaum entdeckt, vergehen,
nur von Augenblickes Dauer,
nur ein Duft und Windeswehen,
ach, wir wissen es mit Trauer.
Und das Dauerhafte, Starre
ist uns nicht so innig teuer:
Edelstein mit kühlem Feuer,
glänzendschwere Goldesbarre;
selbst die Sterne, nicht zu zählen,
bleiben fern und fremd, sie gleichen
uns Vergänglichen nicht, erreichen
nicht das Innerste der Seelen.
Nein, es scheint das innigst Schöne,
Liebenswerte dem Verderben
zugeneigt, stets nah am Sterben,
und das Köstlichste: die Töne
der Musik, die im Entstehen
schon enteilen, schon vergehen,
sind nur Wehen, Strömen, Jagen
und umweht von leiser Trauer,
denn auch nicht auf Herzschlags Dauer
lassen sie sich halten, bannen;
Ton um Ton, kaum angeschlagen,
schwindet schon und rinnt von dannen.
So ist unser Herz dem Flüchtigen,
ist dem Fließenden, dem Leben
treu und brüderlich ergeben,
nicht dem Festen, Dauertüchtigen.
Bald ermüdet uns das Bleibende,
Fels und Sternwelt und Juwelen,
uns in ewigem Wandel treibende
Wind- und Seifenblasenseelen,
Zeitvermählte, Dauerlose,
denen Tau am Blatt der Rose,
denen eines Vogels Werben,
eines Wolkenspieles Sterben,
Schneegeflimmer, Regenbogen,
Falter, schon hinweg geflogen,
denen eines Lachens Läuten,
das uns im Vorübergehen
kaum gestreift, ein Fest bedeuten
oder wehtun kann. Wir lieben,
was uns gleich ist, und verstehen,
was der Wind in den Sand geschrieben.
(Hermann Hesse)
Samstag, 22. September 2012
Vorsicht
Meine Sehnsucht hat wieder
einen Namen der mich anfüllt
mit Glück und Schmerz.
Dabei hat sich nichts merklich geändert
Ich geh durch die Tage lächelnd
wie er durch mich geht
mit seinem Geruch seiner Stimme
seiner Gestalt die mein Verlangen prägt
seinem Leib der den meinen ganz und gar umkleidet
Ich versuche mit aller Kraft
nicht zu sagen
Komm oder Geh oder Bleib.
(Ulla Hahn)
Donnerstag, 20. September 2012
Mittwoch, 19. September 2012
Young -
but with the wisdom of forever
peaceful as the quiet beyond the sky,
Lonely -
yet sharing in a world of other people
seeing life through other peoples’ eyes
Afraid -
but braver than tomorrow,
wondering if what is
will always be
borrowing your happiness and sorrow
with the unrequieted freedom of the free
Sad -
as Autumn snowdrift in the valley,
eyes with unshed tears too proud to fall
A heart that trusts in love
but not in loving
yet knowing all the while
that love is all.
(~Nan Witcomb)
Dienstag, 18. September 2012
Das Leichteste der Welt
Ich will mich wieder wundern will erstaunt sein
Will wie der allererste Mensch
Mit neuen Augen zwischen den Dingen stehen
Und nichts wiedererkennen
Die Schritte setzen durch Wälder und Wiesen
Und sagen ja es ist gut – ist gar nicht so schlecht
Und also öffne ich meine Arme öffne sie so weit ich kann
♥
There is a place where words are born of silence,
A place where the whispers of the heart arise.
There is a place where voices sing your beauty,
A place where every breath carves your image
... in my soul.
~Rumi
Montag, 17. September 2012
As Summer into Autumn slips....
As Summer into Autumn slips
And yet we sooner say
“The Summer” than “the Autumn,” lest
We turn the sun away,
And almost count it an Affront
The presence to concede
Of one however lovely, not
The one that we have loved –
So we evade the charge of Years
On one attempting shy
The Circumvention of the Shaft
Of Life’s Declivity.
(Emily Dickinson)
Sonntag, 16. September 2012
Donnerstag, 13. September 2012
Mich zu lieben muß ein Mann
von meiner Haut den Vorhang wegziehen
bis auf den Grund meiner Augen sehen
und erkennen das in mir nistet
die durchsichtige Schwalbe Zärtlichkeit
Mich zu lieben darf ein Mann
mich nicht wie eine Ware besitzen wollen
mich nicht vorführen wie eine Jagdtrophäe
er wird an meiner Seite stehen
mit der gleichen Liebe
wie ich an seinen
Mich zu lieben, muß die Liebe
eines Mannes stark sein wie Ceibobäume,
so schützend und sicher
und so klar wie ein Dezembermorgen.
Mich zu lieben darf ein Mann
meinem Lächeln nicht misstrauen
er soll Trauer und Schweigen achten
und auf meinem Leib mit Liebkosungen spielen
wie auf einer Gitarre , Melodien
und Freude aus der Tiefe meines Körpers locken
Mich zu lieben muß ein Mann
in mir das Bett für die Last seiner Sorgen sehen,
eine Freundin mit der er seine Geheimnisse teilt
einen See in dem er treibt
ohne Angst, daß ein Anker von Verpflichtungen
ihn am fliegen hindert, wenn er Lust hat ein Vogel zu sein.
Mich zu lieben, muß ein Mann
Poesie aus seinem Leben machen
jeden Tag neu gestalten
mit dem Blick in die Zukunft
(Gioconda Belli)
Dienstag, 11. September 2012
Ich nehme mein Leben in die Hand.
Leicht ist es und gut zu fühlen.
Zeit gilt nicht, wenn alles lauscht
und nur der Atem geht wie sanfter Wind durchs Gras.
Ich schaue hoch.
Wer ich bin, ist nicht zu sagen;
ich mache mir keinen Vers auf mich;
kein Wort ist so grün wie die Blätter der Bäume.
Ich bleibe auf dem Teppich meiner Möglichkeiten
und hoffe, daß er fliegen lernt.
(Hans Kruppa)
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