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Dienstag, 29. Oktober 2013

Was ich gerade brauche

Ein Ort, nicht zu nah und nicht zu weit.
Ein paar Schuhe, die halten gegen jene, die Freiheit verwalten.
Etwas Schnaps für die Ewigkeit.
Eine Liebe, die dazugehört, indem sie stört.
Ein Mond, der blöd vor sich hin stiert.
Ein Gefühl, als wär ich in Reykjavik, das mich neu gebiert.
Einen Schutzengel, der mich nicht belästigt.
Die Erinnerung: Das Nichts hat meine Überzeugung gefestigt.
Ein Abendmahl, dass der Tisch sich biegt.
Und eine Wahrheit, die mich zum Ort hinüberlügt.

(Franz Hodjak)


Der Blick aus meinem Schlafzimmerfenster: 
Jeden Tag gleich und jeden Tag anders.
Und immer wieder schön.


Courage is not the absence of fear, 
but rather the judgment that 
something else is more important than fear.

(James Neil Hollingworth)

Montag, 28. Oktober 2013


Tanz auf den Feldern vertanze den Tag
noch glänzt die Sonne die Blätter im Haag
die Häusrigen decken mit Früchten und Wein
sich gegen die Sehnsucht erntevoll ein
tanz denn der Herbst spielt die Geige verstört
hat über die Narren den Taumel gleich sackweise ausgeleert

(Linard Bardill)

Herbst im Leimental







Sonntag, 27. Oktober 2013

After the storm

And there will come a time, you'll see, with no more tears.
And love will not break your heart, but dismiss your fears.

Lou Reed. You made my perfect day.

                                                                

A Blessing

On the day when
The weight deadens
On your shoulders
And you stumble,
May the clay dance
To balance you.

And when your eyes
Freeze behind
The gray window
And the ghost of loss
Gets in to you,
May a flock of colors,
Indigo, red, green
And azure blue
Come to awaken in you
A meadow of delight.

When the canvas frays
In the curach of thought
And a stain of ocean
Blackens beneath you,
May there come across the waters
A path of yellow moonlight
To bring you safely home.

May the nourishment of the earth be yours,
May the clarity of light be yours,
May the fluency of the ocean be yours,
And may the protection of the ancestors be yours.

And so may a slow
Wind work these words
Of love around you,
An invisible cloak
To mind your life.

(John O’Donohue)


Samstag, 26. Oktober 2013

Versuche
den Faden deines Glücks
selbst zu spinnen.
Wer weiss,
welch Wunderwerk
dabei entsteht.

(Christa Spilling-Nöker)




Ich wünsche dir,
dass du lebendig bleibst.
Immer glücklich sein geht nicht,
aber immer lebendig sein geht.
Glücklich und unglücklich sein,
lachen und weinen,
mutig und ängstlich sein.
Lebendig sein.

Sehen, hören, riechen, fühlen, tasten,
spüren und wahrnehmen.
Echt sein, berührbar sein.
Krisen bewusst durchstehen.
Wütend sein, aufbegehren, kämpfen.
Lieben,
vor allem lieben!
Lebendig sein ...

(Ute Latendorf )

Ich fand das Leben immer wieder
nach wilden Stürmen wunderbar.

(Ute Latendorf)

I love unmade beds. I love when people are drunk and crying and cannot be anything but honest in that moment. I love the look in people’s eyes when they realize they’re in love. I love the way people look when they first wake up and they’ve forgotten their surroundings. I love the gasp people take when their favorite character dies. I love when people close their eyes and drift to somewhere in the clouds. I fall in love with people and their honest moments all the time. I fall in love with their breakdowns and their smeared makeup and their daydreams. 
Honesty is just too beautiful to ever put into words.

(Unknown)

Freitag, 25. Oktober 2013




Foto
Im Leben von Menschen, in deinem und in meinem, gibt es lineare Zeitabläufe, mit und ohne Anfang und Ende. Zustände und Epochen, die auftauchen, mit oder ohne Vorwarnung, und danach vorbei sind und nie mehr wiederkommen. 

Und es gibt Wiederholungen, Zyklen: schlechte und gute Zeiten, Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Ablehnung. Sie türmen sich immer wieder auf und sterben ab und kehren zurück.
Und es gibt Blackouts, das vorübergehende Aufhören von Zeit. Und es gibt Zeitbeschleunigungen. Und plötzliche Zeitverzögerungen.

Es gibt eine überwältigend starke Tendenz dazu, wenn Menschen zusammen sind, eine gemeinsame Zeit zu bilden. 
Und es gibt alle erdenklichen Kombinationen, Mischformen und Übergangszustände zwischen all diesen. 

Und es gibt aufblitzende Erlebnisse von Ewigkeit.

(Peter Høeg)

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Dienstag, 22. Oktober 2013

If you ever start taking things too seriously,
 just remember that we are talking monkeys
 on an organic spaceship flying through the universe.

(Joe Rogan)

Der abgerissene Strick kann wieder geknotet werden
Er hält wieder, aber
Er ist zerrissen.

Vielleicht begegnen wir uns wieder, aber da
Wo du mich verlassen hast
Triffst du mich nicht wieder.

(Bertolt Brecht)

Montag, 21. Oktober 2013

poesie
sind nur worte, aufgereiht 
zwischen wo ich stehe und wo du bist

(Freitag ist Rosa)

Le Vent Nous Portera


My room with a view


Sonntag, 20. Oktober 2013

Der Herbst ist ein zweiter Frühling, 
wo jedes Blatt zur Blüte wird. 

(Albert Camus)


Autumn is a second spring 
when every leaf is a flower.

(Albert Camus)
Noch kriegt ihr mich nicht dran,
es gibt noch viel zuviel zu tun.
Auf diesem Lorbeer, der erstickt
und träge macht, will ich nicht ruhn.

Mich lockt das Ungetane. Und
zum Sterben bleibt noch soviel Zeit.
Die Sattheit, die man uns verspricht,
bezahln wir nur mit Einsamkeit.

Da ist ein Himmel, und der will
schon lange eingenommen sein.
An diesem Höhenflug der Lust
muß ich doch auch beteiligt sein.

Ich weiß, ihr hättet mich sehr gerne
redlich, reif und situiert.
Laßt euren Käse reifen.
Ich bleib lieber weiter unkastriert.

Ich steh doch immer wieder auf,
auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
Ab heute wird nichts mehr versäumt:
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.

Ich will die Feigheit brennen sehn.
Man muß sich wehrn, solang man kann.
Denn wer sich fügt, der fängt bereits
ganz insgeheim zu lügen an.

Die Herren pokern. Ihre Welt
friert unsre Herzen langsam ein.
Jetzt kann nur noch die Fantasie
die Sterbenden vom Eis tiefrein.

Es kann nicht gut sein, wenn man friert.
Jetzt muß was Warmes, Weiches her.
Die kalte Last der Sittsamkeit
wird mir schon lange viel zu schwer.

Ich steh doch immer wieder auf,
auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
Ab heute wird nichts mehr versäumt:
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.

(Konstantin Wecker)

Samstag, 19. Oktober 2013

Alltag:
Gefährlichste Droge,
 von keinem
Betäubungsmittelgesetz
 verboten.

(Kurt Marti)




Freitag, 18. Oktober 2013

October


When I imagine myself as an old woman at the end of my life and ask myself how I will evaluate my time here, there is only one question that concerns me: Did I love well? 
There are a thousand ways to love other people and the world – with our touch, our words, our silences, our work, our presence. I want to love well. This is my hunger. I want to make love to the world by the way I live in it, by the way I am with myself every day.​ ​

(Oriah Mountain Dreamer)


Mein Fenster zur Welt

Was bleibt draussen
was dringt ein
hängt sich hinter die Stirn
nistet in Nächten
wärmt den Tag
legt sich als Träne
auf die Scheibe
was bleibt draussen
was dringt ein
was verdunkelt die Sicht
was erhellt meine Welt

(Annemarie Schnitt)