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Dienstag, 15. April 2014

Gefangen wer
aus sich
nicht auswandern
nicht in sich
einwandern kann

Luftländer
mit wunderbaren
Trapezen

Lichtwärts schattenwärts
schwingend
Grenzen überschreiten

Nicht stolpern
über seinen
eigenen Schatten

(Rose Ausländer) 

Sonntag, 13. April 2014


Das Zimmer behütet mich
da ich es hüten muss
Kommt stückweis die Welt 
an mein Fenster 
Pappeln Sperlinge Wolken 
Briefe von alten und fremden Freunden 
besuchen mich täglich
Die Zeit 
ein Gespräch 
Wirklichkeit 
sagst du 
ich sage 
Traum.

(Rose Ausländer)


Ich will das Bild
vom Tag mit dir
wie eine Katze
ihre Jungen
am Nacken nimmt
mit sanftem Biss
in meine Stille
tragen.

(Christoph W. Aigner)

Donnerstag, 10. April 2014

All The World Is Green



wortglaube

früher glaubte ich.
worte hätten eine unerschöpfliche kraft.
durch sie würde die welt zu dem. was sie ist. und wird.
ich glaubte dass worte führten.
an einen geheimen ort.
in die stille.
zum einen wort.
zu unerklärlichem glück.
an solche dinge glaubte ich. früher.

ich tu es
noch immer

(Rea Revekka Poulharidou)

Mittwoch, 9. April 2014

Montag, 7. April 2014

Freitag, 4. April 2014

Ich muss gar nichts


You have to die a few times 
before you can really live.

(Charles Bukowski)

Die Herzen sind Sterne,
die im Menschen blühen.
Alle Blumen sind Himmel.
Alle Himmel sind Blumen.
Alle Blumen glühen.
Alle Himmel blühen.

(Hans Arp)
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Sätze

Der Traum vom Glück
wehrt sich gegen mich
seit ich ihn träumen will
Ich habe viel geträumt
von dunklen Dingen
Manchmal stand ein Stern
am Himmel meines Traums
nur einen Augenblick
dann stürzte er
und fiel
weiß auf mein Haar

(Rose Ausländer)

We're all going to die, all of us, what a circus! 
That alone should make us love each other but it doesn't. 
We are terrorized and flattened by trivialities, 
we are eaten up by nothing.

(Charles Bukowski)

Montag, 31. März 2014

Ja sagen
zum Leben

das mit dir
und deinen Worten
spielt

voller Heimlichkeit
Tücken und Wunder

Lust- und Trauerspiel
deines Daseins

(Rose Ausländer)

Sonntag, 30. März 2014


Ichworte Duworte
die dich verwandeln

Auf dem Weg
zu Wasser Wäldern Bergen
zu dir

immer im Gespräch
mit der Atemzeit

(Rose Ausländer)


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Der Vogel Angst 
hat sich ein Nest gebaut 
in meinem Innern 

und sitzt nun manchmal da 
und manchmal 
ist er lange weg 

oft kommt er nur 
für einen Augenblick 
und fliegt gleich wieder weiter 

dann aber gibt es Zeiten 
da hockt er tagelang 
da drin 
mit seinem spitzen Schnabel 
und rührt sich nicht 
und brütet 
seine Eier aus. 

(Franz Hohler)

Freitag, 28. März 2014


wenn....

wenn der versuch, etwas auszudrücken,
besonders schön
scheitert -
entsteht ein gedicht,
sage ich manchmal.

und ich lache bei diesem satz,
der sich unter meinem lachen
verfärbt.

kann es sein, dass unsere worte
auf der einen seite des flusses
leben
und wir
auf der anderen?

aber was für ein leben
leben sie -
wenn nicht
das unsere?

auf meine blindheit bin ich gefasst
sobald ich
die augen öffne.

(rainer malkowski)

Donnerstag, 27. März 2014


Weil du die Tage
zu Schiffen machst,
die ihre Richtung kennen.
Weil dein Körper
lachen kann.
Weil dein Schweigen
Stufen hat.
Weil ein Jahr
die Form deines Gesichts annimmt.
Weil ich durch dich verstehe,
dass es Anwesenheit gibt,
liebe ich dich.

(Walter Helmut Fritz)




Mittwoch, 26. März 2014



Das Leben ist wundervoll. 
Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben. 
Aber dann geschieht etwas Neues, und man glaubt, man sei im Himmel. 

( Edith Piaf)


Die Welt bin ich suche ich hier suche ich dort kann ich nur finden was ich mir erzählt bleibe ich da bleibe ich in mir werde ich entdecken was sich niemals verbirgt lasse ich zu nehme ich an erfahre ich immer was sich mir schenkt

(Alban Lunardon)