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Dienstag, 23. April 2019
Sonntag, 21. April 2019
Dein Platz
Dort, wo die Abendsonne
nie mehr verlöscht
wo Blätter,
wenn sie fallen,
aufgefangen werden
und die Sterne ihren Glanz
nie mehr verlieren können
- dorthin gehst du.
(Vreni Merz)
Donnerstag, 18. April 2019
Dienstag, 16. April 2019
Was es sein soll? Ich kann es nicht sagen
Und ich weiss auch: das gibt es gar nicht.
Aber plötzlich ist hinter den Tagen
Noch Zukunft ohne Pflicht.
Und frei von Furcht und Hoffen
Und also frei von Zeit.
Und alle Wege sind offen.
Und alle Wege gehn weit.
Und alles kann ich noch werden,
Was ich nicht geworden bin.
Und zwischen Himmeln und Erden
Ist wieder Anbeginn.
(Eva Strittmatter)
Sonntag, 17. März 2019
neuer tag
auferstanden vom schlaf
gesättigt vom traum
sind wir da
und fordern den tag.
schöneres kann uns nicht blühn
als der baum vor dem hause
des nachbarn
begabter können die sinne nicht sein
als wahrzunehmen
was uns gebührt.
(Elisabeth Borchers)
Donnerstag, 7. März 2019
Frühling werden
frühling werden
im aufbruch des gefiederten herzens
etwas neues beginnen
ohne sicherheit
zwischen der plankenlosen zeit
frühling werden
in der sehnsucht mutiger gedanken
eine tür aufstossen
in eine andere landschaft
ohne auf beständigkeit hoffen zu können
frühling werden
im beginn wacher träume
ankommen im leben anderer menschen
und im wissen um alle
vergänglichkeit und wiederkehr
(Hermann Josef Schmitz)
http://wortgarage.blogspot.com
http://wortgarage.blogspot.com
Dienstag, 5. März 2019
Freitag, 1. Februar 2019
Auch das ist Leben
Auch das.
Auch das ist Leben,
dass Du Dich selbst nicht kennst an manchen Tagen.
Auch das ist Leben,
dass Du Dich selbst nicht kennst an manchen Tagen.
Dass Du die Freude nicht findest,
die schattenhaft wandert zwischen all den Geschäftigkeiten.
Dass die Arbeit Dich anstrengt
und Du Dich manchmal um Deinen eigenen Rhythmus betrogen fühlst.
Dass der Schlaf nicht wiederkehren will
und endlose Nächte Dich fragen:
Warum findet Dein Herz keine Ruhe?
die schattenhaft wandert zwischen all den Geschäftigkeiten.
Dass die Arbeit Dich anstrengt
und Du Dich manchmal um Deinen eigenen Rhythmus betrogen fühlst.
Dass der Schlaf nicht wiederkehren will
und endlose Nächte Dich fragen:
Warum findet Dein Herz keine Ruhe?
Dass das silber gewordene Haar Deiner Mutter
und die Rundung im Rücken Deines Vaters
Dich mit vorauseilender Trauer erfüllen.
Dass Du an manch einer Kreuzung wünschst,
jemand wüsste um den sichersten Weg.
Dass Du überrascht wirst von der Krankheit Deines Körpers,
der eben noch unverwundbar schien.
und die Rundung im Rücken Deines Vaters
Dich mit vorauseilender Trauer erfüllen.
Dass Du an manch einer Kreuzung wünschst,
jemand wüsste um den sichersten Weg.
Dass Du überrascht wirst von der Krankheit Deines Körpers,
der eben noch unverwundbar schien.
Dass Du Dir selbst nicht immer die beste Gesellschaft bist.
Dass ein geliebter Mensch zu Dir sagt:
Unsere Gemeinsamkeiten sind versiegt.
Unsere Gemeinsamkeiten sind versiegt.
Dass Du eine Grenze übertreten
und Deinen Fuß auf wegloses Land setzen musst,
und Deinen Fuß auf wegloses Land setzen musst,
um Dir selbst neu zu begegnen.
Und ich wünsche Dir,
dass Du geduldig bist in all diesen Dingen,
dass Du geduldig bist in all diesen Dingen,
dass Du Dich nicht an die Hoffnung
auf einen fernen Tag verschwendest,
auf einen fernen Tag verschwendest,
an dem alle losen Fäden verknüpft
und alle Stürme gestillt sein werden.
und alle Stürme gestillt sein werden.
Stets möge der Segen Dich finden,
der aus der Herzmitte alles Irdischen aufsteigt
der aus der Herzmitte alles Irdischen aufsteigt
und sagt: Auch das. Auch das ist Leben.
(Giannina Wedde)
Mittwoch, 23. Januar 2019
Niemals
niemals fertig werden können mit den geschehnissen der welt
niemals fertig werden wollen mit den geschehnissen des eigenen lebens
aber die beinahe zärtliche gleichgültigkeit
die die welt an den tag legt in ihren untergängen nicht hinnehmen
niemals fertig werden mit dem leben das hinter dem leben
steht immer den verdacht hegen wie ein versprechen
niemals fertig werden dürfen mit den verlusten aus weite und himmel
niemals fertig werden können mit dem aufgeschlagenen buch
aus zuneigung und zärtlichkeit zur liebe zum leben zur welt
(Hermann Josef Schmitz)
niemals fertig werden wollen mit den geschehnissen des eigenen lebens
aber die beinahe zärtliche gleichgültigkeit
die die welt an den tag legt in ihren untergängen nicht hinnehmen
niemals fertig werden mit dem leben das hinter dem leben
steht immer den verdacht hegen wie ein versprechen
niemals fertig werden dürfen mit den verlusten aus weite und himmel
niemals fertig werden können mit dem aufgeschlagenen buch
aus zuneigung und zärtlichkeit zur liebe zum leben zur welt
(Hermann Josef Schmitz)
Samstag, 19. Januar 2019
Sonntag, 6. Januar 2019
Was ich dir wünsche
Ich wünsche dir,
dass du dich traust über dich selbst
und das Leben zu lachen –
so laut oder leise wie dir nun mal
gerade danach ist.
Ich wünsche dir,
dass du herzinnenwandig spürst,
dass die Tatsache, dass andere anders
sind als du, zu keiner Zeit bedeutet,
dass du »nicht richtig« bist.
Ich wünsche dir,
dass du die für dich grossen und
oh, wirklich bedeutenden
Entscheidungen zu jeder Zeit allein
mit dem Herzen triffst.
Ich wünsche dir
Baumhäuser, den Glauben an mehr
als was man sehen kann und
Träume, die bis ins Weltall reichen –
egal in welchem Alter.
Ich wünsche dir
den unerschütterlichen Mut,
niemand anderes sein zu wollen als
du selbst – mit allen Stärken, Schwächen
und Eigenarten, die du hast.
All das wünsche ich dir.
Und mir.
(Emma denkt.)
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