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Mittwoch, 11. November 2020


 

 So viele Fragen offen,
die alten Schriften verstaubt.
Nur der kann weiter hoffen,
der selber an sich glaubt.

Man braucht sich nicht beweisen.
Wem es genügt zu sein:
Der wird auch beim Entgleisen
ganz gut gedeihn.

(Konstantin Wecker)

Sonntag, 8. November 2020

Samstag, 31. Oktober 2020

Es gibt Zeiten im Leben, da ist es das Beste, einfach zu warten. 

Geduldig, aufmerksam und sehr wachsam, ohne Erwartungen zu warten 

und der Natur ihren Lauf zu lassen in dem Vertrauen, 

dass alles gut ist so wie es ist und dass alles so kommt,

wie es am Besten ist.

 

So wie die Bäume, die genau wissen,  wann es Zeit ist, zu blühen 

und wann es Zeit ist, wieder die Blätter fallen zu lassen,

so ist es auch für uns etwas sehr Wichtiges, 

auf den richtigen Zeitpunkt warten zu können.

 

Wenn ich in Stille warten kann, dann wächst etwas in mir

- mein wahres Wesen.

 

Stille ist eine eigene, ganz leise Musik, die ich in mir hören kann, 

wenn ich in meiner Mitte bin und ganz tief in mich hineinhorche.

 

Eile mit Weile.

 

Vertraue dem Leben ohne Erwartungen 

und es schenkt dir unendlichen inneren Frieden.

 

(Karin Brunner )


Bodo Wartke


Samstag, 3. Oktober 2020

 


Mittwoch, 30. September 2020


 

Dienstag, 29. September 2020


 

Mit auf die Reise

Ich kann dir keinen Zauberteppich schenken,
Noch Diamanten oder edlen Nerz,
Drum geb ich dir dies Schlüsselchen von Erz,
Dazu mein ziemlich gut erhaltnes Herz
Zum Anmichdenken.
Ich kann dir keine braven Socken stricken,
Und meine Kochkunst würde dich nur plagen.
Drum nimm den Scherben rosarotes Glas,
Der führt ins Märchenland Ichweißnichtwas
An grauen Tagen.
Ich kann dir nicht Aladdins Lampe geben,
Kein »Sesam« und auch keinen Amethyst.
Doch weil dein Herz mir Flut und Ebbe ist,
Hier, diese Muschel, schimmernd wie von Tränen,
Zum Nachmirsehnen
(Mascha Kaléko)

Dienstag, 15. September 2020


 

Montag, 14. September 2020

When I am among the trees,
especially the willows and the honey locust,
equally the beech, the oaks and the pines,
they give off such hints of gladness.
I would almost say that they save me, and daily.
I am so distant from the hope of myself,
in which I have goodness, and discernment,
and never hurry through the world
but walk slowly, and bow often.
Around me the trees stir in their en I am among the trees,
especially the willows and the honey locust,
equally the beech, the oaks and the pines,
they give off such hints of gladness.
I would almost say that they save me, and daily.
I am so distant from the hope of myself,
in which I have goodness, and discernment,
and never hurry through the world
but walk slowly, and bow often.
Around me the trees stir in their leaves
and call out, “Stay awhile.”
The light flows from their branches.
And they call again, “It’s simple,” they say,
“and you too have come
into the world to do this, to go easy, to be filled
with light, and to shine.”
and call out, “Stay awhile.”
The light flows from their branches.
And they call again, “It’s simple,” they say,
“and you too have come
into the world to do this, to go easy, to be filled
with light, and to shine.”
especially the willows and the honey locust,
equally the beech, the oaks and the pines,
they give off such hints of gladness.
I would almost say that they save me, and daily.
I am so distant from the hope of myself,
in which I have goodness, and discernment,
and never hurry through the world
but walk slowly, and bow often.
Around me the trees stir in their en I am among the trees,
especially the willows and the honey locust,
equally the beech, the oaks and the pines,
they give off such hints of gladness.
I would almost say that they save me, and daily.
I am so distant from the hope of myself,
in which I have goodness, and discernment,
and never hurry through the world
but walk slowly, and bow often.
Around me the trees stir in their leaves
and call out, “Stay awhile.”
The light flows from their branches.
And they call again, “It’s simple,” they say,
“and you too have come
into the world to do this, to go easy, to be filled
with light, and to shine.”
and call out, “Stay awhile.”
The light flows from their branches.
And they call again, “It’s simple,” they say,
“and you too have come
into the world to do this, to go easy, to be filled
with light, and to shine.”

                                                                    (Mary Oliver) 



Sonntag, 13. September 2020

 “Once upon a time, when women were birds, 
there was the simple understanding that 
to sing at dawn and to sing at dusk 
was to heal the world through joy. 
The birds still remember 
that the world is meant to be 
celebrated.”

(Terry Tempest Williams)

Sonntag, 6. September 2020

 


Samstag, 5. September 2020

  genauer hineinschauen
in die kreuzungen und nebenwirkungen
sich in die musik begeben
als reistest du durch eine unbekannte stadt
hinter den wortschleifen der zuneigung
die ereignislosigkeit umarmen
dem schweigen der blätter
am müden nachmittag freund werden
einen spaltbreit hinter dem herz
eines menschen neu lieben

(Hermann Josef Schmitz)


 

Mittwoch, 2. September 2020

Be present. 
Make love. Make tea. 
Avoid small talk. Embrace conversation. 
Buy a plant, water it. 
Make your bed. Make some one else's bed. 
Have a smart mouth and quick wit. 
Run. Make art. Create. 
Swim in the ocean. Swim in the rain. 
Take chances. Ask questions. 
Make mistakes. Learn. 
Know your worth. 
Love fiercely. Forgive quickly. 
Let go of what doesn't make you happy. 
Grow.
(Paulo Coelho)

Dienstag, 1. September 2020

Samstag, 29. August 2020

Sonntag, 23. August 2020

An Deiner Seite sei ein Mensch,
der wissen will, wer Du wirklich bist,
der annehmen kann, wer Du warst,
der verzeiht, was Du zu tun versäumst,
und der Dir dankt, was Du gibst.

Ein Mensch, der an Dich glaubt, 
wenn Du an Dir zweifelst,
der Dich umarmt, 
wenn Du Dich selbst nicht aushältst,
der sich zu Dir bekennt, 
wenn Du Dich verleugnest,
und der Deine Zuversicht ist, 
wenn Dir der Mut sinkt.

Ein Mensch, der Dir so sehr vertraut,
dass er bereit ist, sich preiszugeben,
sein Licht in Deine Tiefe zu schenken
und mit Dir das Wagnis einzugehen,
das wachsende, wandernde Liebe heisst.

(Giannina Wedde)

Freitag, 21. August 2020

Es gibt einen Ort im Herzen
der sich nie ausfüllen lässt
einen Raum
und selbst in den
besten Augenblicken
und den herrlichsten
Zeiten

werden wir es wissen

mehr denn je
werden wir es
wissen:
es gibt einen Ort im Herzen
der sich nie ausfüllen lässt

und

wir werden
warten und
warten

in diesem
Raum.

(Charles Bukowski )

Dienstag, 18. August 2020

 

Sonntag, 9. August 2020

Vielleicht ist es möglich,
sich den eigenen Tod so oft vorzustellen,
ihn so liebend zu beschreiben,
ihn wie eine dünne, durchsichtige
Gardine im Wind zu spüren,
seinen Hauch wahrzunehmen
wie einen warmen Abendwind, ohne Angst,
sich an all die vor uns zu erinnern,
die ihm begegnet sind,
und zu wissen, dass er der Anfang von etwas ist,
was wir nicht sagen können,

und dass er durch all diese Übungen
wie ein Freund in unserer Handfläche lebt,
wie der Stamm zwischen unseren Schulterblättern,
oder als Berg in unserem Leben steht,
der uns die Tiefe und die Höhe gibt,
nach der wir uns gesehnt haben.

Vielleicht ist es möglich,
ihn Bruder und Schwester zu nennen,
Bruder Tod, Schwester Tod,
und ihn heimzuholen wie einen Freund,
der bei uns leben will,
weil er nicht knöchern ist,
nicht weiß und leblos,
sondern der Kern des Lebens,
und weil er es ist,
der die letzte Pforte unserer Sehnsucht aufstösst.

(U.Schaffer)

Dienstag, 4. August 2020

Man hatte vor tausend Dingen
Angst, vor Schmerzen,…
vor dem eigenen Herzen,
man hatte Angst vor dem Schlaf,
Angst vor dem Erwachen,
vor dem Alleinsein,…
vor dem Tode ‒
namentlich vor ihm, vor dem Tode.

Aber all das waren nur Masken
und Verkleidungen.
In Wirklichkeit gab es nur eines,
vor dem man Angst hatte:
das sich fallen lassen,
den Schritt in das Ungewisse hinaus,
den kleinen Schritt hinweg
über all die Versicherungen, die es gibt.

Und wer sich einmal,
ein einziges Mal hingegeben hatte,
wer einmal das große Vertrauen geübt
und sich dem Schicksal anvertraut hatte,
der war befreit.
Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen,
er war in den Weltraum gefallen
und schwang im Reigen der Gestirne mit.“

(Hermann Hesse)

Mittwoch, 29. Juli 2020

Sonntag, 26. Juli 2020

Das Einzigartige und Kostbare in uns zu entfalten,
so wie die Blume ihre Blüte entfaltet,
unsere Träume aufblühen zu lassen, 
mit all ihren köstlichen Düften,
und all ihren leuchtenden Farben,
das ist Glück 

(Jochen Mariss)

Donnerstag, 23. Juli 2020

Der rote Faden

Im Labyrinth 
der tausend Wirklichkeiten 
nützt kein Scharfsinn; 

Nur die Weisheit das Traums, 
Leichtigkeit 
und Fledermausklugheit 

(Catarina Carsten)

Dienstag, 21. Juli 2020