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Donnerstag, 2. August 2012
Sonntag, 29. Juli 2012
Samstag, 28. Juli 2012
wünsche
frag mich nicht
nach meinen wünschen
sie träumen mich
ich wandere
tausendundeine nacht
fort von den
verwünschten
wünschen
(rose ausländer)
Freitag, 27. Juli 2012
Gedicht an die Dauer
Dauer wird nur möglich, wenn es gelingt,
bei meiner Sache zu bleiben
und dabei behutsam zu sein
aufmerksam, langsam,
voll Geistesgegenwart bis in die Fingerspitzen
(Peter Handke)
Donnerstag, 26. Juli 2012
Mittwoch, 25. Juli 2012
Dienstag, 24. Juli 2012
Sonntag, 22. Juli 2012
"Es kann in deinem Leben nichts,
aber auch gar nichts geschehen,
was dir nicht die absolut perfekte Gelegenheit bietet,
etwas zu heilen, zu erschaffen oder zu erfahren,
das du heilen, erschaffen oder erfahren möchtest,
um zu sein, wer du wirklich bist."
(~ Neale Donald Walsch in " Gespräche mit Gott")
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"Nothing can happen – I say to you, nothing can occur to you - in your life which is not a precisely perfect opportunity for you to heal something, create something, or experience something that you wish to heal, create, or experience in order to be Who You Really Are."
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"Nothing can happen – I say to you, nothing can occur to you - in your life which is not a precisely perfect opportunity for you to heal something, create something, or experience something that you wish to heal, create, or experience in order to be Who You Really Are."
Samstag, 21. Juli 2012
Leise, beharrlich, unaufhaltsam
Während wir noch traurig sind über etwas, das geschehen ist, wächst ganz tief in uns schon der neue Mut für das, was sein wird. Leise, beharrlich, unaufhaltsam.
[Jochen Mariss]
in die dämmerung
ich will nicht aufhören
in die dämmerung hinein
zu schreiben
zeilen die zerfallen
und zeilen die hängenbleiben
eine kleine weile
an einzelnen blättern
in einzelnen büchern
in einzelnen gedächtnissen
so hätte ich mich
gern wiedererlebt
nach den kommenden finsternissen
(ernst jandl)
Donnerstag, 19. Juli 2012
Have you ever seen
anything
in your life
more wonderful
than the way the sun,
every evening,
relaxed and easy,
floats toward the horizon
and into the clouds or the hills,
or the rumpled sea,
and is gone--
and how it slides again
out of the blackness,
every morning,
on the other side of the world,
like a red flower
streaming upward on its heavenly oils,
say, on a morning in early summer,
at its perfect imperial distance--
and have you ever felt for anything
such wild love--
do you think there is anywhere, in any language,
a word billowing enough
for the pleasure
that fills you,
as the sun
reaches out,
as it warms you
as you stand there,
empty-handed--
or have you too
turned from this world--
or have you too
gone crazy
for power,
for things?
(Mary Oliver)
Ich suche nach einem Ort des Halts
in dieser schnellen Zeit.
Ideen sind flüchtig und bald verworfen.
Werte lösen einander ab.
Die Welt zerfällt in Ost und West,
in Nord und Süd.
Aber zum tausendsten Mal merke ich,
und es ist schmerzlich und tröstlich zugleich,
dass nichts Halt gibt
als das, was ich an Liebe,
Hoffnung und Glauben in mir trage.
Das sind Wurzeln,
die aus der Tiefe kommen
und quer durch die Erde
zum Himmel führen.
(Ulrich Schaffer)
Montag, 2. Juli 2012
Older chests reveal themselves
Like a crack in a wall
Starting small, and grow in time
And we all seem to need the help
Of someone else
To mend that shelf
of too many books
Read me your favourite line...
Some things in life may change
And some things
They stay the same
Like time, there's always time
On my mind
So pass me by, I'll be fine
Just give me time
(Damien Rice)
Sonntag, 1. Juli 2012
Samstag, 30. Juni 2012
Das Befinden
"Wie geht's?" fragte die Trauer die Hoffnung.
"Ich bin etwas traurig", sagte die Hoffnung.
"Hoffentlich", sagte die Trauer.
(Franz Hohler)
Freitag, 29. Juni 2012
Eine Stunde entziehe ich mich
Den drängenden Tagesgeschäften
Und überprüfe mein Ich
Und suche mit allen Kräften
Den Sinn zu finden, der mich bindet
An dieses Leben, das ich lebe...
Die Schwäche, die mich quält, entschwindet
Im Wort, in das ich sie aufhebe.
Das wiederholt sich alle Tage:
Die Suche nach dem Gleichgewicht.
Ich balanciere, was ich trage,
Vorsichtig aus. Und mein Gesicht
Leistet ein Lächeln. Darauf zielen
Meine Versuche im Gedicht:
Nicht mit den Worten will ich spielen,
Sondern das Leben will ich zwingen,
Daß es sich in Gesang verwandelt:
So wie man handelt, wird es singen,
Und es bleibt stumm, wenn man nicht handelt.
(Eva Strittmatter)
Donnerstag, 28. Juni 2012
Dienstag, 26. Juni 2012
Montag, 25. Juni 2012
Sonntag, 24. Juni 2012
Freitag, 22. Juni 2012
Sonntag, 17. Juni 2012
Und mich
Wenn du willst
nehme ich alles
zurück meine Tränen
fließen mir in die Augen
mein Lachen flieht
hinter meine Lippen
scheuen vor deinen
zurück hast du
alles genommen
was will ich
mehr als alles
zurück.
Alle hastigen Züge zu dir
fahre ich zurück durch
die platten Wiesen kaum
Mai. Jede Ankunft
bei dir ein Abschied mehr.
Jedes Wort schlag ich mir
in die Kehle
zurück
nehm ich alles
was du nicht willst
und mich.
(Ulla Hahn)
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