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Dienstag, 24. Februar 2015
Allgemeine Biographie
Manchmal haben wir uns gesehen,
wie wir wirklich sind -
und wir haben schnell
in eine andere Richtung geschaut.
Manchmal haben wir uns vorgenommen,
zu sein, was wir nicht können.
Manchmal
wissen wir alles.
Auch: Wissende und Unwissenden
sind einander gleich
in der Unfähigkeit,
sich zu helfen.
(Rainer Malkowski)
Sonntag, 22. Februar 2015
neues geschehen lassen
das leben
wächst mir zu
von unten
oben
innen
aussen
das dunkle
öffnet sich
das licht
empfängt mich neu
der übergang
geschieht von selbst
nur da sein
warten
nehmen
spüren
es ist schon alles da
und wird
mit jedem atemzug
geschenkt
(Almut Haneberg)
Freitag, 20. Februar 2015
Dienstag, 17. Februar 2015
Montag, 16. Februar 2015
Sonntag, 15. Februar 2015
Hoffen
Hoffen heisst auch den Hoffenden spielen,
Hoffen heisst auch sich gegen das eigene Herz als Hoffende aufzuführen.
Es heisst also arbeiten, kämpfen, reden als ginge das Leben
und als sei es nicht vom Äussersten bedroht.
Es heisst übrigens nicht nur arbeiten.
Es heisst auch Musik hören und Wein trinken
und Bücher lesen und Freundinnen besuchen
und tun, als hätte man alle Zeit der Welt.
Noch einmal, man muss sich zwiespältig machen
und sich den Riss in die eigene Hoffnungslosigkeit erlauben.
Nur so kann man leben.
(Fulbert Steffensky)
Samstag, 14. Februar 2015
Mittwoch, 11. Februar 2015
Samstag, 7. Februar 2015
Zauberer
Die Post
bringt täglich
neue Zauberer
Man muss sich hüten
einen Brief zu öffnen
Im Nachbarhaus
sind alle schon verwandelt
in nützliche Geräte
Staubsauger Kühlschrank Bügelbrett
Ich halte mich
an meinen Spiegel
er kennt mich
er erkennt mich noch
Im Tanzsaal
die Marionetten
sind aufgezogen
die Federn summen
Dreieck und Quadrat
Drei Worte täglich
ach die Wahl fällt schwer
(Rose Ausländer)
Sonntag, 1. Februar 2015
Freitag, 30. Januar 2015
Samstag, 24. Januar 2015
Donnerstag, 22. Januar 2015
Sonntag, 18. Januar 2015
Ich warte nicht
bis mir die Decke
auf den Kopf fällt
und Staub aufwirbelt
im möblierten Schlaf
der Jahre
Unverriegelt
bleiben alle Türen
auch die Fenster
öffne ich
dankbar den Dieben
die mich von den Dingen
befreien
Im leeren Raum
verschwimmt
der Boden unter den Füßen
ins Weite
Bevor die tapezierten Wände
stürmisch protestieren
gegen den Stillstand
fliegt das Dach
über dem Kopf
davon
(Mario Wirz)
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