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Sonntag, 15. Januar 2017
Dienstag, 10. Januar 2017
Sonntag, 8. Januar 2017
Die kleine Frau zählt die Zeit aus
Was quer zu allem läuft, sind die Summen. Die Zahlen, die keine Geräusche machen, an die wir trotzdem glauben. Diese Zahlen, die quer zu allem summen und wir denken, das ist die Melodie der Zukunft, oder die des Glücks. Dabei sind es die dickbäuchigen Ziffern hinter denen wir uns verstecken, oder ganz schlanke Zahlen, hinter denen sich keiner verbergen kann. Offen legen sie deshalb nichts, aber offen lassen sie viel. Etwas, das wir füllen können und dann auf die Zahlen blicken und sagen: Das sind ja nur Zahlen. Was für ein Glück.
(Elke Engelhardt)
Samstag, 7. Januar 2017
Donnerstag, 5. Januar 2017
Vergesst nicht
Freunde
wir reisen gemeinsam
besteigen Berge
pflücken Himbeeren
lassen uns tragen
von den vier Winden
Vergesst nicht
es ist unsere
gemeinsame Welt
die ungeteilte
ach die geteilte
die uns aufblühen lässt
die uns vernichtet
diese zerrissene
ungeteilte Erde
auf der wir
gemeinsam reisen
(Rose Ausländer)
Montag, 2. Januar 2017
Vor Dir das Jahr schneeweiss und bunt.
Nur ungegangene Wege,
die dahin wachsen werden,
wohin Dein Mut sich Spuren
der Sehnsucht bahnen wird.
Wenn Du Dein Neuland nicht betrittst,
wird niemand darin wohnen.
Drum geh und wirf dem Leben
Dein Lachen ins Gesicht.
Erbitte für die Blüten,
die aus Deinen Träumen treiben,
Segen.
Aller Anfang ist Glück
(Susanne Ruschmann)
Sonntag, 1. Januar 2017
Samstag, 31. Dezember 2016
Donnerstag, 29. Dezember 2016
Mittwoch, 21. Dezember 2016
Sonntag, 18. Dezember 2016
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Donnerstag, 8. Dezember 2016
Alles
was tut
als hätte ich es verloren
sammelt sich heimlich
und ordnet sich
ganz von selbst
zu einem Haus
mit eingerichteten Zimmern
Es riecht schon nach Brot
in der Küche
Im warmen Bett schlägst du
wirklich du
nackt die Decke zurück
und streckst mir
zum Einzug
zwei lebende Arme entgegen
(Erich Fried)
Dienstag, 29. November 2016
Samstag, 26. November 2016
Sonntag, 20. November 2016
Wurzeln
Ich bin mit vielen Menschen verbunden,
Und keinen von ihnen lasse ich.
Manche habe ich in der Ferne gefunden.
Doch fühl ich sie nahe: sie stützen mich.
Ich schreibe ihnen von meinem Leben
Und nehme ihr Leben in mich hinein.
Mit den Jahren wird aus Nehmen und Geben
Ein unauflöslich durchdrungenes Sein...
(Eva Strittmatter)
Alles ist immer wieder möglich
Unendlich ist die Möglichkeit,
das Leben neu zu variieren.
Solange wir leben in der Zeit,
können wir alles neu anfangen,
den Tag, die Nacht und auch
die Liebe.
So gross ist niemals unser Leid,
dass nicht noch Freude in uns bliebe
an unsrer Kraft.
Sind wir zu weit von unserm Werte fortgegangen,
sinkt ein Gewicht uns.
Es fällt solange,
bis die Waage gleichsteht:
als Möglichkeit, die für uns handelt.
Wir sind niemals mit uns allein,
und alles, was geschieht,
verwandelt uns in Ganzes –
Teil vom Sein
(Eva Strittmatter)
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