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Freitag, 24. Februar 2012
Lebensnetz
Wie oft hast du dein Lebensnetz
hoffnungsvoll ausgeworfen
eine helfende Hand
ein liebendes Wort
eine zärtliche Geste
ein geduldiges Ohr
zu erhalten
Wie oft hast Du dein Lebensnetz
leer wieder eingeholt -
nicht müde werden
sondern das Netz ausbessern
und wieder auswerfen
es liegt an den nicht heilenden Verwundungen
dass manches
das dir geschenkt wird
dir entgeht
bevor du es erkennen kannst
(Margot Bickel)
Donnerstag, 23. Februar 2012
Schick mir keinen Engel
der alle Dunkelheit bannt
aber einen
der mir
ein Licht anzündet
Schick mir keinen Engel
der alle Antworten kennt
aber einen
der mit mir
die Fragen aushält
Schick mir keinen Engel
der allen Schmerz wegzaubert
aber einen
der mit mir
Leiden aushält
Schick mir keinen Engel
der mich über die Schwelle trägt
aber einen
der in dunkler Stunde
noch flüstert
Fürchte dich nicht
( Elisabeth Bernet)
Mittwoch, 22. Februar 2012
Dienstag, 21. Februar 2012
Zum Meer
Wer hat dich geplant, gewollt,
dich bestellt und abgeholt
Wer hat sein Herz an dich verloren
Warum bist du geboren
Wer hat sich nach dir gesehnt
Wer hat dich an sich gelehnt,
dich, wie du bist, akzeptiert,
dass du dein Heimweh verlierst
Dreh dich um
Dreh dich um
Dreh dein Kreuz in den Sturm
Du wirst versöhnen, wirst gewähren,
selbst befreien für den Weg zum Meer
Wer ersetzt dir dein Programm
Nur wer fallen, auch fliegen kann
Wer hilft dir, dass du trauen lernst,
du dich nicht von dir entfernst
Dreh dich um
Dreh dich um
Vergiss deine Schuld, dein Vakuum
wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer
du weisst, wohin
Dreh dich um
Dreh dich um
Dreh dein Kreuz in den Sturm
geh gelöst, versöhnt, bestärkt,
selbstbefreit den Weg zum Meer
(Grönemeyer)
Sonntag, 19. Februar 2012
HUNDREDS OF WAYS
LET THE BEAUTY WE LOVE BE WHAT WE DO.
THERE ARE HUNDREDS OF WAYS
TO KNEEL AND KISS THE GROUND.
( RUMI )
Freitag, 17. Februar 2012
“We are not saints, we are not heroes. Our lives are lived in the quiet corners of the ordinary. We build tiny hearth fires, sometimes barely strong enough to give off warmth. But to the person lost in the darkness, our tiny flame may be the road to safety, the path to salvation. It is not given us to know who is lost in the darkness that surrounds us or even if our light is seen. We can only know that against even the smallest of lights, darkness cannot stand. A sailor lost as sea can be guided home by a single candle. A person lost in the woods can be led to safety by a flickering flame. It is not an issue of quality or intensity or purity. It is simply an issue of the presence of light.”
(Kent Nerburn)
(Kent Nerburn)
Donnerstag, 16. Februar 2012
Mein wirkliches Leben
Lange hatte es für mich so ausgesehen,
als ob mein Leben gleich anfangen würde -
mein wirkliches Leben.
Aber immer war noch irgend etwas im Wege:
Etwas, was ich erst noch kriegen müsste,
Zeit, die erst noch vergehen müsste,
eine Schuld, die erst noch abgetragen werden müsste.
als ob mein Leben gleich anfangen würde -
mein wirkliches Leben.
Aber immer war noch irgend etwas im Wege:
Etwas, was ich erst noch kriegen müsste,
Zeit, die erst noch vergehen müsste,
eine Schuld, die erst noch abgetragen werden müsste.
Aber dann würde mein Leben beginnen.
Schliesslich dämmerte mir,
dass diese Hindernisse
mein wirkliches Leben waren.
(Thomas Merton)
Schliesslich dämmerte mir,
dass diese Hindernisse
mein wirkliches Leben waren.
(Thomas Merton)
Mittwoch, 15. Februar 2012
Rand und Mitte
Manchmal ist es gut und nötig,
draussen zu sein, am Rand,
wo ich Kontakt habe zu Menschen,
wo ich mich den Aufgaben des Lebens zu stellen habe,
wo Betriebsamkeit herrscht
und eine Bewegung die andere ablöst.
Manchmal ist es gut und nötig,
drinnen zu sein, nahe der Mitte,
wo ich allein bin,
wo nichts von mir verlangt wird,
wo die Bewegungen langsam zur Ruhe kommen
und Stille herrscht.
Rand und Mitte gehören zusammen
und bilden das Ganze,
in dem vieles aufblühen und Früchte tragen kann.
Freuen wir uns an den Schritten hin und her,
den kleinen und zaghaften hinein und hinaus,
den großen und mutigen gelegentlich,
die wir miteinander gehen.
(Bruno Dörig, Wurzelkraft)
drinnen zu sein, nahe der Mitte,
wo ich allein bin,
wo nichts von mir verlangt wird,
wo die Bewegungen langsam zur Ruhe kommen
und Stille herrscht.
Rand und Mitte gehören zusammen
und bilden das Ganze,
in dem vieles aufblühen und Früchte tragen kann.
Freuen wir uns an den Schritten hin und her,
den kleinen und zaghaften hinein und hinaus,
den großen und mutigen gelegentlich,
die wir miteinander gehen.
(Bruno Dörig, Wurzelkraft)
Dienstag, 14. Februar 2012
Geh in Gedanken den Weg zurück
auf dem Du gekommen bist
und Du wirst wissen
was Dich zu dem gemacht hat
was Du heute bist Du wirst
Dir bewusst werden
in welch hohem Maße
Du selbst dazu beigetragen hast
das zu sein was Du heute bist
Aber auch in welch hohem Masse
Du daran mitwirken kannst
was aus Dir werden wird
auf dem Du gekommen bist
und Du wirst wissen
was Dich zu dem gemacht hat
was Du heute bist Du wirst
Dir bewusst werden
in welch hohem Maße
Du selbst dazu beigetragen hast
das zu sein was Du heute bist
Aber auch in welch hohem Masse
Du daran mitwirken kannst
was aus Dir werden wird
(Connor Fairuza Angilotti)
Montag, 13. Februar 2012
Sonntag, 12. Februar 2012
Samstag, 11. Februar 2012
Das Fliegen nicht verlernen....
Warum nur
halte ich mein Herz so hoch
so weit aus allem heraus
mir selbst eine Ferne
wie ein fliegender Drachen.
Die Schnur loslassen-
und der Himmel hätte mich.
Falls dieses Herz dort
das zittert im Wind
und sicher friert in dieser Höhe
und Ferne
falls dieses Herz ich bin
und nicht nur ein fliegender Drachen
sich ausgibt
mein Herz zu sein.
Gefangene Engel weit und breit.
Und verhangene Fenster.
Gut, sagte einer von ihnen,
wir werden's überstehen
und das Fliegen nicht verlernen.
Weiss Gott.
(Erika Pluhar)
Freitag, 10. Februar 2012
Fragt sich
Fragt sich
wohin der Weg führt
quer durch die Welt
welche Antwort wird stehen
am Rande des Tages
am Rande der Zeit.
wo fasst du Fuss
im Gestrüpp der Fragen
findest Gefährten
auf Fusswegen voran
wo ortest du den Silberstreif
dass er einen Bogen schlage
am Morgen zu dir
Donnerstag, 9. Februar 2012
Welcher Moment ist es
Welcher Moment ist es
an dem das Enden
beginnt
und was
könnte es aufhalten
Immer neu
auf Anfänge eingelassen
Gegenwarten durchschritten
das Wort „Zuhause“ im Kopf
Welcher Moment ist es
an dem das Enden
beginnt
Die Abschiede
meine steten Begleiter
fragen
Welcher Moment ist es
an dem der Anfang
beginnt
(Christiane Schwarze)
Mittwoch, 8. Februar 2012
This soul, or life within us
"For beyond the difficulty of communicating oneself, there is the supreme difficulty of being oneself. This soul, or life within us, by no means agrees with the life outside us. If one has the courage to ask her what she thinks, she is always saying the very opposite to what other people say."
(Virginia Woolf)
"Denn über die Schwierigkeiten hinaus, sich selbst mitzuteilen, ist da noch die unendlich grössere Schwierigkeit, man selbst zu sein. Diese Seele oder dieses Leben in uns stimmt keineswegs mit dem Leben ausserhalb von uns überein. Wenn man den Mut hat, sie zu fragen, was sie denke, so sagt sie immer genau das Gegenteil von dem, was andere Leute sagen."
(Virginia Woolf)
(Virginia Woolf)
Dienstag, 7. Februar 2012
Wege des Lebens
Plötzlich sind es Flüge
die uns erheben
über das mühsame Land
da wir noch weinen
um die zerschlagenen Krüge
springt uns der Quell
in die eben noch leerste Hand."
die uns erheben
über das mühsame Land
da wir noch weinen
um die zerschlagenen Krüge
springt uns der Quell
in die eben noch leerste Hand."
(Rilke)
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