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Mittwoch, 7. Juli 2021

Meine Seele hat es eilig

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, 
 dass ich weniger Zeit habe, zu leben,  
als ich bisher gelebt habe. 
Ich fühle mich wie dieses Kind,
 das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: 
die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, 
dass nur noch wenige übrig sind, begann es,  
sie wirklich zu geniessen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, 
 bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren 
und internen Vorschriften besprochen werden, 
in dem Wissen, dass nichts erreicht wird. 
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen 
, die ungeachtet ihres  Alters nicht gewachsen sind.
 Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmässigkeiten zu kämpfen
. Ich will nicht in Besprechungen sein, 
in denen aufgeblasene  Egos aufmarschieren. 
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten. 
Mich stören die Neider, 
die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, 
um sich ihrer Positionen,
 Talente und Erfolge zu bemächtigen. 
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. 
Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. 
Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
 Menschen, die über ihre Fehler lachen können, 
die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
 Die  sich nicht vorzeitig berufen fühlen
 und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. 
Die die menschliche Würde verteidigen
 und die nur an der Seite der Wahrheit
 und Rechtschaffenheit gehen möchten
. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, 
die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
 Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, 
durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig,
mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann. 
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, 
die mir noch bleiben, zu verschwenden. 
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden,
 als die, die ich bereits  gegessen habe.
 Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, 
in Frieden mit mir, meinen  Lieben und meinem Gewissen. 
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt,
 wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

(Mario de Andrade)

Dienstag, 6. Juli 2021


 

Freitag, 25. Juni 2021

Die Kraft spüren

ln der Stille die Kraft spüren,
im Vertrauen geschehen lassen
wie die zarten Knospen im Frühling,
die alle Kraft in sich tragen,
um zu etwas ganz Grossem zu werden.

In der Liebe die Kraft spüren,
die der Himmel dir täglich schenkt
und der Boden, der dich trägt und nährt.

Im Vertrauen die Kraft spüren
ohne den Weg zu kennen,
einfach die Augen offen halten,
um den ganz eigenen Weg zu sehen
und ihn mit Mut zu gehen.

( Monika Minder)

Donnerstag, 24. Juni 2021

 


Mittwoch, 23. Juni 2021

wir brauchen uns menschen
unsere zuwendung und unsere tränen
wir brauchen die tage
jenseits der einsamkeit mehr denn je
brauchen wir zärtlichkeit
wir brauchen die stillen tage zu zweit
in denen wir gehen können
schritt an schritt
den blick nach vorne 
den blick zugleich zugewandt
brauchen wir uns menschen mehr denn je
über alle verbindungen hinaus
brauchen wir dieses sorgen und umsorgen
dieses halten ohne festzuhalten
brauchen wir uns menschen

(Herrmann Josef Schmitz, Wortgarage)

 


Nicht nur Hoffnung haben,   Hoffnung sein.


Dienstag, 22. Juni 2021

 Life is short, 
break the rules, 
forgive quickly, 
kiss slowly, 
love truly,
laugh uncontrollably, 
and never regret anything 
that made you smile.

(Mark Twain)

Mittwoch, 16. Juni 2021


 

 


Dienstag, 15. Juni 2021

Montag, 14. Juni 2021

Freitag, 11. Juni 2021

Sonntag, 6. Juni 2021

Glücklich unterwegs

"Wer möchte es nicht gern zu fassen kriegen, 
das Leben, das Glück, 
endlich die Gewissheit verspüren, 
angekommen zu sein im Land der Lebensträume, 
dankbar Ja sagen zu können zu dem, 
was geworden ist im Laufe der Zeit? 
Aber das Bleiben ist uns nicht bestimmt. 
Abschied und Umbruch treiben uns immer wieder 
in Zeiten der Unruhe, in denen wir uns heimatlos fühlen. 
Immer neue Bereiche wollen von uns erobert,
unerschlossene Räume in uns selbst 
behutsam aufgespürt werden, 
um uns mit der in ihnen angelegten Fülle zu bereichern.   
Wir bleiben Suchende und Werdende ein Leben lang. 
Im Unterwegssein zu uns selbst finden wir heim. “ 

(Christa Spilling-Nötker)

Mittwoch, 2. Juni 2021

Sonntag, 30. Mai 2021

To be a woman

 What’s it like to be a woman?’
a little bird whispered in my ear.
‘Is it just like being human?’
oh it is so much more, my dear.

We are the holders, we are the keepers,
of the secrets and the truth.
We are the safe place in a storm,
the creator of all youth.

We are the place where life is softest,
we are the colour in the story.
We are the wisdom and the instinct,
Mother Nature in all her glory.

We are the taker of all worry,
we keep it deep within our hearts
So that others may unburden,
so that great new lives may start.

We are the makers of the home,
not just the walls but of the spirit.
Bringing everyone together,
letting love and laughter fill it.

We are sisters, mothers, wives,
so many things in every day.
We are the start of every life,
we are the reason, we are the way.

We are fuelled by intuition,
call it magic, if you like
We are women, so much more,
than any words that I could write.

(Donna Ashworth)

Samstag, 29. Mai 2021

 


Sonntag, 23. Mai 2021

Samstag, 15. Mai 2021

 

Samstag, 8. Mai 2021

Frag nicht

Frag nicht, was du geleistet hast.
Frag, wann reine Freude aus den Dingen fiel,
wie süße Kerne aus der reifen Frucht.
Und wer die Menschen waren,
die sie mit dir teilten.
Wann unter deiner Hand die Zeit verflog,
weil du in etwas aufgingst
das grösser ist als du.
Und wann die Nächte 
ihre goldenen Kammern öffneten, 
um einen neuen Traum auf deine Stirn zu legen,
wie eine Zukunft, die dich aus der Ferne ruft.

Frag nicht, was du verloren hast.
Frag, welche Sehnsucht dich heraufbeschwor,
in dieser Welt zu sein.
Und wer du warst, nach jedem Lassen,
gereift an Traurigkeit.
Wann du dir näher kamst durch tiefes Schweigen,
und durch den Mut, nicht wegzulaufen,
auch nicht vor dir.
Wann deine Fragen offen standen,
wie Türen zu geheimen Welten.
Und wann du freier wurdest,
nicht nur von Engen, die dich hinderten,
du selbst zu werden, 
auch frei zur Weite der Begegnung,
die Mitte allen Lebens ist.

Frag nicht, was du gewonnen hast.
Frag, was du schenken kannst,
auch morgen wieder,
in die offene Hand der Liebe,
in alle unverheilten Wunden,
und in das Schweigen ohne Trost.
Lass dich gewinnen, lass dich einnehmen
von der kummerlosen Schönheit des Morgens,
von jedem Tag, der dich in seine Mitte träumt
und von den Wundern, 
die in deine Blicke fallen,
wenn du erst sehen willst.
Wage es, die unbekannte Welt zu lieben
die vor dir liegt.

(Giannina Wedde)

Samstag, 1. Mai 2021

Jeder Atemzug

Das Leben beginnt nicht erst,
wenn du zur vollen Blüte gekommen bist,
wenn du sonnige Tage und Glück gesammelt hast
und schöne Dinge, die nur dir gehören,
unter einem Dach, das dich schützt.
Es beginnt nicht erst,
wenn du gesund bist,
wenn du im reinen mit dir bist,
und deine Träume Wirklichkeit geworden sind,
wenn eine Antwort warm auf jeder Frage liegt
und eine freundliche Berührung auf deiner Wange.
Es beginnt nicht erst,
wenn du diese eine Wunde noch verschlossen,
deine Traurigkeit geheilt, den Zorn befriedet
und das Meer der Angst gegen bleibende Herzensruhe
eingetauscht hast, und auch nicht, wenn jemand kommt,
auf den du immer gewartet hast,
und der dir die gute Nachricht überbringt,
dass jedem Tag ein tiefer Sinn zugrunde liegt.
Das Leben ist längst da.
Es hat dich nie gefragt, ob du soweit bist.
und hat, anders als du, nie an dir gezweifelt.
Aus jeder Vorläufigkeit hat es dich gegrüsst,
aus jeder Frage, und auch aus der dunklen Mitte
der Traurigkeiten, und aus den Tagen,
die sich anfühlen wie verloren.
Das Leben hat dich aus jedem Kampf
und jeder Unfertigkeit angelächelt,
aus dem Zweifel und dem Nichmehrweiterwissen,
und auch aus den gewöhnlichen Dingen,
die du viele male übersehen hast.
Es hat dir Zeichen wie Blüten auf deine Wege gestreut,
damit du nicht vergisst, wie kostbar
jede Empfindung und jede Begegnung ist,
jedes Wagnis und jeder Aufbruch,
jeder Augenblick in dieser Welt,
die eine werdende ist, wie du.
Vertage nichts.       
Warte nicht auf einen fernen Tag,
nicht auf die Erlaubnis, lebendig zu sein.
Du selbst bist wanderndes, verletzbares,
widersprüchliches Leben.
Und jeder Atemzug in Dir erzählt davon.

(Giannina Wedde)

Samstag, 24. April 2021

Mittwoch, 21. April 2021

An alle Pirates of Life! 
Lasst uns den Wind der Kreativität in den Segeln fangen 
und die Flagge der Rebellion hissen,
die davon erzählt, 
dass es andere Werte und Ausrichtungen gibt als die, 
die im Moment als normal verkauft werden. 
Es wären bunte, verschiedenartige Flaggen 
und wir würden uns erkennen. 
Auf meine male ich eine Ratte unterm Regenbogen.
Sie wäre eine gute Begleiterin. 
Als Tier der Göttin Kali, als kreative Überlebenskünstlerin,
zärtlich und hoch sozial, instinktsicher und intelligent.
Eine, die was von Gemeinschaft versteht. 
All das dürfte sie mir immer wieder einblasen, wenn ich abdrifte.  
Es ist Zeit, uns als FreibeuterInnen
die Schätze des Lebens zurückzuholen,
die Würde, das Gemeinwohl, freie Wege, unser Mutterland,
 unseren ganz eigenen Ausdruck und noch viel mehr.

(Cambra Skade)
 

Sonntag, 18. April 2021


 

Mittwoch, 14. April 2021

Sonntag, 11. April 2021

 

Freitag, 9. April 2021

Du bist nicht allein

 Über dir der Himmel, 
der immer auf dich wartet
ohne zu warten, nur da ist
in ständiger Veränderung, mal grau, 
dann bis zu den Sternen 
endlos blau bis schwarz.

Unter dir die Erde, 
braun, grün oder asphaltiert, 
belastbar mit deinem ganzen Gewicht
und der Sicherheit, nicht einzusinken, 
trotz der Schwere deiner Gedanken.

Nicht allzuweit weg von dir ein Baum, 
der aussieht wie deine 
gespaltene, heilende Seele. 
Er hat auf dich gehofft
von den Wurzeln bis zur Krone, 
um dich mit seinem Wesen zu trösten.

Um dich, unfassbar, ohne Gestalt, 
aber spürbar, 
der Wind, den wir als Kinder
das himmlische Kind nannten, 
weil wir wussten, woher er kam. 
Er erinnert dich, dass du Geistwesen bist.

Und nachts das Unfassbare selbst
in dem Blick ins Weltall,
auf Sirius, Canopus, Rigel, Beteigeuze,
die dort frei schweben, wie du, wie ich,
als gäbe es keine Schwerkraft.

Brüder und Schwestern, sie alle, 
Wesen von unserem Wesen, 
die wir alles sind, was uns umgibt, 
die wir leuchtend in den Himmel steigen
und erschöpft in die Erde versinken, 
die wir aus unsichtbaren 
Wurzeln wachsen
und von unserem Ursprung atmen, 
Wunder eingebettet in Wunder, 
selbst unfassbar, 
täglich die Schwerkraft überwindend
und doch auf uns selbst zu fallend, 
immer im Chor der ganzen Welt
und ihrer Erlösung.

(Ulrich Schaffner)


 



Dienstag, 6. April 2021

Life at Midlife

I am no longer waiting for a special occasion; 
I burn the best candles on ordinary days.
I am no longer waiting for the house to be clean; 
I fill it with people who understand 
that even dust is sacred.
I am no longer waiting for everyone to understand me; 
It’s just not their task.
I am no longer waiting for the perfect children; 
my children have their own names 
that burn as brightly as any star.
I am no longer waiting for the other shoe to drop; 
It already did, and I survived.
I am no longer waiting for the time to be right; 
the time is always now.
I am no longer waiting for the mate who will complete me;
 I am grateful to be so warmly, tenderly held.
I am no longer waiting for a quiet moment; 
my heart can be stilled whenever it is called.
I am no longer waiting for the world to be at peace; 
I unclench my grasp and breathe peace in and out.
I am no longer waiting to do something great; 
being awake to carry my grain of sand is enough.
I am no longer waiting to be recognized; 
I know that I dance in a holy circle.
I am no longer waiting for Forgiveness. 
I believe, I Believe. 

(Mary Anne Perrone)