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Dienstag, 6. April 2021
Life at Midlife
I am no longer waiting for a special occasion;
I burn the best candles on ordinary days.
I am no longer waiting for the house to be clean;
I fill it with people who understand
that even dust is sacred.
I am no longer waiting for everyone to understand me;
It’s just not their task.
I am no longer waiting for the perfect children;
my children have their own names
that burn as brightly as any star.
I am no longer waiting for the other shoe to drop;
It already did, and I survived.
I am no longer waiting for the time to be right;
the time is always now.
I am no longer waiting for the mate who will complete me;
I am grateful to be so warmly, tenderly held.
I am no longer waiting for a quiet moment;
my heart can be stilled whenever it is called.
I am no longer waiting for the world to be at peace;
I unclench my grasp and breathe peace in and out.
I am no longer waiting to do something great;
being awake to carry my grain of sand is enough.
I am no longer waiting to be recognized;
I know that I dance in a holy circle.
I am no longer waiting for Forgiveness.
I believe, I Believe.
(Mary Anne Perrone)
Sonntag, 4. April 2021
Wie Zugvögel
um uns zu finden, vielleicht
in einer alten Burg
oder in einem entfernten Jahrhundert.
Wir folgen den Helden
durch ihr Glück und Sterben,
als gingen wir in ihren Schuhen.
Irgendwann treffen wir auf Worte,
in die wir uns legen wie in Betten,
weil sie von uns handeln,
von unseren Verirrungen und Ankünften –
über uns das Dach des Himmels,
das sich ständig verändernde.
In der Suche heben wir die Heimatlosigkeit
Momente lang auf, Zugvögel,
überall zuhause, wo Platz ist zu landen.
(Ulrich Schaffner)
Donnerstag, 1. April 2021
Mittwoch, 24. März 2021
in diesem aufrechten gang bleiben
inmitten der verkauften landschaft
die worte erheben zu einem gebet
den widerstand tragen wie eine monstranz
sich selbst kein aufgeben gestatten
hellsichtige warnungen verfassen
täglich die eigene welt erobern
inmitten der verstorbenen hoffnungsträger
keiner selbsttäuschung hingeben
an sich glauben und in sich bleiben
in der liebe im eigenen herzverstand
(Hermann Josef Schmitz, wortgarage.blogspot.com)
Dienstag, 2. März 2021
It’s dark because you are trying too hard.Lightly child, lightly.Learn to do everything lightly.Yes, feel lightly even though you’re feeling deeply.Just lightly let things happen and lightly cope with them.
So throw away your baggage and go forward.
There are quicksands all about you, sucking at your feet,
trying to suck you down into fear and self-pity and despair.
That’s why you must walk so lightly.
(Aldous Huxley)
Donnerstag, 25. Februar 2021
Montag, 22. Februar 2021
Beim Älterwerden entdecke ich eine neue Narrenfreiheit.
Ich spüre die Freiheit, die davon ausgeht,
nicht mehr mitten im Gewühle zu sein.
Weniger hängt an mir,
ich kann am Rand experimentieren.
Ich spiele mit Gedanken,
ich erlaube mir andere Sichten.
Ich schulde niemandem
die Loyalität
zu diesem oder jenem Gedanken.
Ich erlaube mir, meine Meinung zu ändern,
neu und anders zu glauben,
nicht mehr zu glauben,
was ich nicht glauben kann.
Ich lebe nicht,
um die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Ich schreibe an dem Roman meines Lebens
und bestimme, wie die Hauptfigur handeln wird.
Sie darf spinnen, sich verlaufen, nicht weiter wissen
und sie bleibt doch in allem wertvoll.
(Ulrich Schaffer )
Samstag, 20. Februar 2021
Wege
im winter fanden wir
die ausgewilderten wege
im verborgenen schnee
denen wir im sommer
neu begegnen würden
mit all ihren geheimnissen
verwachsen und übersehen
jenseits der menschenströme
hinter einer lange
nicht begangenen zeit
im sommer würden wir
die erinnerungen
an die ausgewilderten wege
des winters
als kühle schatten
auf die haut legen
(Hermann Josef Schmitz)
http://wortgarage.blogspot.com
Mittwoch, 17. Februar 2021
Dienstag, 16. Februar 2021
Montag, 8. Februar 2021
Geduld
Ich möchte warten können.
Auf mich und was ich werde.
Auch auf die Dinge, die uns alles abverlangen,
auf Freude, die am Schmerz gewachsen ist,
auf Menschlichkeit, die sich nicht selbst bedauert.
Ich will der Gutheit jedes Morgens trauen,
will mich an die vielen Zeichen erinnern,
die freundlich an den Rändern meiner Wege lagen
als Spuren einer Weisheit, die mich hält.
Ich möchte glauben können.
Nicht an die Dinge, die ich nicht berühren kann.
An die Berührbarkeit der einen Liebe,
die sich in alles ausgegossen hat.
Ich habe Sehnsucht nach dem Leben,
das seidenzart und doch so allgewaltig ist,
dass selbst der Tod darin
noch Platz zum Atmen findet.
(Giannina Wedde)
Mittwoch, 3. Februar 2021
Das Leben ist so:
Du wirst hineingeworfen wie ins kalte Wasser,
ungefragt, ob du willst oder nicht.
Du kommst lebend nicht mehr heraus.
Darüber kannst du:
a) unglücklich sein und ersaufen
b) dich lustlos und frierend so lange über Wasser halten, bis es vorbei ist;
c) einen Sinn suchen und einfordern und dich grämen, weil er sich nicht zeigt.
Oder du kannst:
d) dich darin voller Freude tummeln wie ein Fisch und sagen:
"Ich wollte sowieso ins Wasser, kaltes Wasser ist meine Leidenschaft.
Was für ein verdammt schönes Vergnügen, Leute!"
...und das ist die Lebenskunst!
(~Janosch~)
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