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Freitag, 25. Oktober 2013
Im Leben von Menschen, in deinem und in meinem, gibt es lineare Zeitabläufe, mit und ohne Anfang und Ende. Zustände und Epochen, die auftauchen, mit oder ohne Vorwarnung, und danach vorbei sind und nie mehr wiederkommen.
Und es gibt Wiederholungen, Zyklen: schlechte und gute Zeiten, Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Ablehnung. Sie türmen sich immer wieder auf und sterben ab und kehren zurück.
Und es gibt Blackouts, das vorübergehende Aufhören von Zeit. Und es gibt Zeitbeschleunigungen. Und plötzliche Zeitverzögerungen.
Es gibt eine überwältigend starke Tendenz dazu, wenn Menschen zusammen sind, eine gemeinsame Zeit zu bilden.
Und es gibt alle erdenklichen Kombinationen, Mischformen und Übergangszustände zwischen all diesen.
Und es gibt aufblitzende Erlebnisse von Ewigkeit.
(Peter Høeg)
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Dienstag, 22. Oktober 2013
Montag, 21. Oktober 2013
Sonntag, 20. Oktober 2013
Noch kriegt ihr mich nicht dran,
es gibt noch viel zuviel zu tun.
Auf diesem Lorbeer, der erstickt
und träge macht, will ich nicht ruhn.
Mich lockt das Ungetane. Und
zum Sterben bleibt noch soviel Zeit.
Die Sattheit, die man uns verspricht,
bezahln wir nur mit Einsamkeit.
Da ist ein Himmel, und der will
schon lange eingenommen sein.
An diesem Höhenflug der Lust
muß ich doch auch beteiligt sein.
Ich weiß, ihr hättet mich sehr gerne
redlich, reif und situiert.
Laßt euren Käse reifen.
Ich bleib lieber weiter unkastriert.
Ich steh doch immer wieder auf,
auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
Ab heute wird nichts mehr versäumt:
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.
Ich will die Feigheit brennen sehn.
Man muß sich wehrn, solang man kann.
Denn wer sich fügt, der fängt bereits
ganz insgeheim zu lügen an.
Die Herren pokern. Ihre Welt
friert unsre Herzen langsam ein.
Jetzt kann nur noch die Fantasie
die Sterbenden vom Eis tiefrein.
Es kann nicht gut sein, wenn man friert.
Jetzt muß was Warmes, Weiches her.
Die kalte Last der Sittsamkeit
wird mir schon lange viel zu schwer.
Ich steh doch immer wieder auf,
auch wenn bis jetzt noch vieles mies war.
Ab heute wird nichts mehr versäumt:
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.
(Konstantin Wecker)
Samstag, 19. Oktober 2013
Freitag, 18. Oktober 2013
When I imagine myself as an old woman at the end of my life and ask myself how I will evaluate my time here, there is only one question that concerns me: Did I love well?
There are a thousand ways to love other people and the world – with our touch, our words, our silences, our work, our presence. I want to love well. This is my hunger. I want to make love to the world by the way I live in it, by the way I am with myself every day.
Mein Fenster zur Welt
Was bleibt draussen
was dringt ein
hängt sich hinter die Stirn
nistet in Nächten
wärmt den Tag
legt sich als Träne
auf die Scheibe
was bleibt draussen
was dringt ein
was verdunkelt die Sicht
was erhellt meine Welt
(Annemarie Schnitt)
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Sonntag, 13. Oktober 2013
Samstag, 12. Oktober 2013
Nicht Oktober nicht November
Herbst sagst du
aber ich sage dir
nicht Oktober nicht November
du musst einen neuen Kalender erfinden
ein andres Alphabet
eine Sprache die Einhalt gebietet
denn die Zeit fällt
fällt ins Unabsehbare
und wir fallen mit ihr
(Rose Ausländer)
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Warte,
ich muss nur noch
meine alten Gewohnheiten
aus dem Fenster werfen,
meine anhänglichen Zweifel
vor die Tür setzen,
eine ganze Menge kleiner Sorgen
unter den Teppich kehren
und meine Berührungsängste
im Feuer meiner Sehnsucht nach Nähe
verbrennen.
Warte,
ich muss nur noch
mit mir ins Reine kommen,
Platz schaffen für
eine lebendige Beziehung,
die Raum lässt für
Entfaltung und Entwicklungen
und offen ist
für jede Art von Zuneigung.
Warte!
Das Fest, das auf uns zukommt,
soll unvergesslich werden.
(Ernst Ferstl)
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